Berufsperspektiven

Berufsperspektiven und Arbeitsmarktaussichten

Berufsperspektiven

Der Studiengang soll auf wissenschaftlicher Grundlage die Fähigkeiten zur Übernahme leitender Funktionen im Berufsfeld „Financial Services – Auditing – Controlling – Taxation“ vermitteln und gegebenenfalls die Basis für eigene Forschungsarbeiten (Promotionsstudium) legen.

Der Studiengang FACT integriert damit den Bereich „Steuern und Prüfung“ sowie die Bereiche Finanzdienstleistungen und Controlling und bezieht damit die rechnungswesenorientierten und finanzwirtschaftlichen betriebswirtschaftlichen Teilgebiete umfassend ein und stimmt sie aufeinander ab.

Zu den beruflichen Einsatzfeldern der Absolventen/-innen des Masterstudiengang FACT zählen insbesondere:

  • Tätigkeiten im Controlling zur Steuerung von Unternehmen durch Konzeption, Einführung und Betrieb interner Steuerungssysteme (Berichtswesen, Kennzahlensysteme, Planungs- und Kontrollsysteme, Budgetierungs- und Verrechnungspreissysteme etc.), Beteiligungscontrolling, Wertorientiertes Management, Kosten-, Prozess-, Qualitäts- und Risikomanagement und -controlling usw. Beratung von Unternehmen etwa zur Geschäftsstrategie, bei Unternehmenskäufen, beim Kostenmanagement, bei der Gestaltung des internen Rechnungs- und Berichtswesens, hinsichtlich Software usw.
  • Tätigkeiten im Bereich Taxation, z.B. in der Steuerabteilung von Unternehmen, wie bei der Mitwirkung der steuerlichen Gewinnermittlung, Vorbereitung und Abgabe von Steuererklärungen, Prüfung von Steuerbescheiden, Begleitung von Betriebsprüfungen, Steuerplanung (z.B. Rechtsformwahl, Investition und Finanzierung, internationale Geschäftstätigkeit, Verrechnungspreise, Unternehmensumstrukturierungen und -käufe, Unternehmensnachfolge im nationalen und internationalen Bereich, Altersvorsorge, Arbeitnehmerentsendung). Einen Überblick zu den beruflichen Perspektiven mit steuerlichem Bezug sowie den Möglichkeiten den Weg zum Steuerberater zu absolvieren, finden Sie auf der Seite des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Steuerlehre unter https://www.steuerlehre.rw.fau.de/perspektive/.
  • Tätigkeiten in der Rechnungslegung und sonstigen Berichterstattung wie die Anfertigung von Einzelabschlüssen nach HGB und IAS/IFRS, konsolidierten Abschlüssen, Lageberichten, Zwischenberichten, freiwilliger kapitalmarktorientierter Berichterstattung usw.
    Gesetzliche, vertragliche und freiwillige Prüfungen als (externer/-e) Wirtschaftsprüfer/in oder (interner) Revisor/in.
    Externe Auswertungen der Rechnungslegung, also durch Kreditbanken, Investmentbanken (Börseneinführung), Ratingagenturen, Finanzanalysten, Fondsmanager, Kaufinteressenten von Unternehmen usw.
  • Tätigkeiten in Versicherungsunternehmen, Finananzdienstleistungsunternehmen und Finanzabteilungen wie Unternehmensbewertung, Corporate Finance, Investitionsplanung und -kontrolle, Entwicklung und Bewertung von Finanzinstrumenten (Financial Engineering), Investmentbanking, Bankstrategie und Bankcontrolling, Kreditgeschäft der Banken, Asset Allocation.

Die genannten Einsatzfelder sind nicht als getrennte Bereiche zu sehen, da vielfältige Zusammenhänge zwischen den Fachgebieten existieren. Beispielsweise besteht eine wachsende Konvergenz zwischen interner Unternehmensrechnung und externer Rechnungslegung, Investitionsrechnungen und Finanzierungsentscheidungen sollten auch Steuern einbeziehen, Unternehmensbewertungen stützen sich auf strategische Analysen, in der Bilanzierung sind latente Steuern enthalten und der Lagebericht hat auf bestehende Risiken hinzuweisen.

Arbeitsmarktaussichten

Die Nachfrage nach Absolventen/-innen des Master FACT ist stets sehr hoch. So hat sich innerhalb der letzten Masterabsolventenumfrage ergeben, dass der Zeitaufwand für die Jobfindung im Vergleich zu den anderen Masterstudiengängen mit am geringsten ist. Vor diesem Hintergrund sind die Arbeitsmarktausichten auch für eine große Anzahl von Absolventen/-innen weit überdurchschnittlich.

Weiterhin hat die Masterabsolventumfrage ergeben, dass das durchschnittliche Einstiegsgehalt der Absolventen/-innen des Master FACT im Vergleich zu den anderen Masterstudiengängen relativ hoch ist und über dem Durschnitt liegt.

Anspruchsvolle Methoden und der teilweise durch staatliche Prüfungen regulierte Arbeitsmarktzugang machen den Einsatz gut ausgebildeter Fachkräfte unabdingbar.